Informationen zu den Besuchsbeschränkungen

Liebe Pfarrgemeinde,
 
seit gestern 29.05.2020 dürfen bis zu 42 Personen die Hl. Messe besuchen. Der Chor ist wieder geöffnet! Die 10m² Regelung ist weggefallen und es gilt nur noch 1m Abstand zwischen nicht im selben Haushalt lebenden Personen.
 
Zur Vereinfachung liegt an jedem verfügbaren Platz ein Gotteslob wie bisher, bitte diese nach der Messe wieder dorthin zurück legen (wenn man mit einer im gemeinsamen Haushalt lebenden Person an der Messe teilgenommen hat, sonst soll man sich zu einem Gotteslob setzen).
 
Die Anzahl der Messen bleibt nach wie vor unverändert:
 
Dienstag 08:00 Uhr
Samstag 17:00 Uhr
Sonntag 09:00 Uhr
 
Bleiben Sie gesund!
 
Ihr Pater Paul Gnat MSF und der Pfarrgemeinderat

Ostern 2020

Diese Bilder finden Sie auch unten als Download (PDF)!

Liebe Schwestern und Brüder!

Jetzt ist alles anders. Straßen, viele Arbeitsplätze, Schulen, Spielplätze und Kirchen bleiben leer, die meisten Geschäfte schließen. Die Bundesregierung empfiehlt: zu Hause zu bleiben! Und viele sind schon längst in Quarantäne. Aber wie kann das gehen, mit den immer gleichen Menschen oder allein den ganzen Tag zu Hause, in der Wohnung zu sitzen? Ich denke mir es ist für uns alle in dieser außerungewöhnlichen Zeit eine Prüfung, die gewiss für uns alle schwierig ist. In der kirchlichen Sprache würde ich sagen, dass diese Ausnahmesituation große Exerzitien für unsere Pfarrgemeinde sind. Ich erinnere mich an meine Studentenzeit im Priesterseminar. Diese Exerzitien haben fünf Tage gedauert. Während dieser Zeit durften wir nichts reden, kein Ausgang außerhalb der Mauern des Klosters, kein Fernseher, nur bescheidenes Essen, keine Freizeit und sehr viele Gebete in der Kapelle sowie im Zimmer von Priesterseminar. Diese Exerzitien waren für mich als Jugendlicher eine große Entbehrung. Obwohl ich auch sagen muss, dass ich nach diesen fünf Tagen innerlich geistig gestärkt war und den normalen Alltag besser annehmen und schätzen konnte.

Liebe Gläubige der Pfarre Wilfleinsdorf,

wieviel brauchen wir wirklich in unserem Leben? Und wie vieles ist eigentlich mehr Ballast als Hilfe? Die österliche Bußzeit lädt uns ein, unser Leben kritisch in den Blick zu nehmen: Wo sind die Quellen unseres Lebens und wo versanden unsere Kräfte?

Der Glaube an die Gegenwart Gottes unter uns ist eine solche Quelle, die auch in den Trockenzeiten des Alltags helfen kann.

Manchmal gibt es Ereignisse, die einem buchstäblich „die Augen öffnen“. Man sieht auf einmal die Dinge völlig anders. So hat sich auch unser Blickwinkel in der letzten Zeit der Corona-Virus Pandemie stark verändert.

Die Sicht auf unser Leben; auf die Menschen, mit denen wir leben; aber vor allem auch unser Blick auf Gott! Die Begegnungen mit Jesus in den Evangelien haben die Menschen immer verwandelt, haben sie die Welt neu erleben lassen.

Liebe Pfarrgemeinde!

Ich möchte als Pfarrer unserer Gemeinde daran erinnern, dass wir trotz der derzeitigen Situation eine Gemeinde sind, in der wir auch als Hauskirche leben.

Die Christen der frühen Zeit trafen sich zeitlich am Morgen jeden Sonntag, um in den Häusern das Gedächtnis des Herrn zu feiern. Sie erinnerten sich als Familien zu Hause an Jesus und lasen die Schriften, sangen die Psalmen und die Briefe des Apostel Paulus machten die Runde und wurden in der Versammlung verlesen.

Aber nun wieder zurück zum Heute: Wir haben durch die Regierung Maßnahmen, die auch uns als Kirche sehr stark betreffen, erhalten. Wir können/dürfen uns nicht versammeln. Aber wir können und sollen Hauskirche werden.

Das ist sicher eine gute Übung und auch wirksam.

Wir können/dürfen nicht zusammen kommen, um die Hl. Liturgien zu feiern. Ja, sie entfallen für dieses Jahr. Viele wird es schmerzen, wie auch ich es fühle. Aber, wie Kardinal Schönborn in der Pressestunde am 22. März gesagt hat: Ostern findet trotzdem statt!

Ich werde in unserer Kirche die Feiern allein, aber für uns begehen!

Das ist für alle Priester eine neue Situation und für die Gläubigen erst recht.

Wir wünschen Euch in diesen Zeiten Gesundheit, Kraft, Ausdauer und Hoffnung! Helfen wir einander wo es uns möglich ist – gehen wir den Weg gemeinsam.

Freuen wir uns, wenn wir bald wieder all unsere Zeit gemeinsam verbringen dürfen. Vielleicht gelingt es uns, ganz im Geiste Jesus, dies in Zukunft noch mehr zu schätzen.  

Sobald wir die Hl. Messen wieder öffentlich feiern dürfen werden wir euch informieren und entsprechend auch die Verlautbarungen austeilen.

Frohe Ostern!

Ihr Pfarrer Pater Paul Gnat MSF